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„Kunst sammeln, aber wie?“ – Ein Gespräch mit SammlerInnen

Zur Eröffnung der Herbstausstellung im Kunsthandel Annette Müller-Held  am Sonntag, dem 25. November 2018 um 11.00 Uhr, gibt es die Gelegenheit, sich mit der Frage „Kunst sammeln, aber wie?“ zu beschäftigen.

 

Im Gespräch lassen sich SammlerInnen über die Schulter blicken und geben Einblicke in die meist langjährige Beziehung zu Ihrer Kunst.

Was war der Auslöser für ihre Sammelleidenschaft? Warum muss es ausgerechnet Kunst sein? Kann man, einmal angefangen, auch wieder aufhören? – Lassen Sie sich inspirieren!

AUSSERDEM: Für alle, die jetzt mit dem Sammeln beginnen wollen, bietet die Ausstellung

„Karl Bungert (1928 – 1979) Eine Wiederentdeckung“


ohne Titel

1969

Acryl auf Papier

41,3 x 31,4 cm

ohne Titel

1978

Acryl auf Leinwand

90 x 80 cm

ohne Titel

1971

Acryl auf Papier

72,7 x 55 cm

ohne Titel

1971

Acryl auf Papier

26,5 x 20,8 cm


© Karl Bungert estate, Münster

 „Rohe Kunst“ (aus dem franz. „art brut“ ) so wird die Kunst genannt, die der Maler und Zeichner Karl Bungert  (1928 – 1979) gemacht hat.

„Rohe Kunst“ oder „Außenseiter Kunst“ weil hier Menschen ohne künstlerische Vorbildung, Kinder und oft auch psychisch Kranke unvermittelt, ganz direkt und meist spontan das zum Ausdruck bringen, was sie beschäftigt oder geprägt hat.

 

Seine Themen hat Bungert in seiner Umwelt gefunden

Der Mensch und sein Gegenüber – so war er bevorzugt in den Amsterdamer Vergnügungsvierteln unterwegs;  der Mensch in einer technisierten Welt, umzingelt von Maschinen . . .

Anfang der siebziger Jahre stellt er unter anderem im Stedelijk-Museum Amsterdam und in der Kunsthalle Köln aus. Durch seinen frühen Tod 1979 geriet er in Vergessenheit.

 

Heute aktueller denn je, steht ein Künstler wie Karl Bungert mit diesen Themen und seiner eigenen Persönlichkeit für eine offene Gesellschaft, die geprägt sein sollte von Vielfalt und Toleranz Andersartigem und Neuem gegenüber!

 

In der Ausstellung werden erstmalig wieder Leinwand- und Papierarbeiten gezeigt.

Karl Bungert über sich:

Geboren 1928 in Dortmund. Seit 1938 in Wolbeck bei Münster (Westf.). Volksschule, Gymnasium, Gärtner, drei Jahre Studium Theologie und Philologie. Auf dem Bau gearbeitet, in Fabriken gearbeitet. 1955 in Darmstadt.

 

Befreundet mit dem Künstlerehepaar Hans und Mila Hoffmann-Lederer, die mich in die Kunst unserer Zeit einführten. Beide waren lange am Bauhaus Weimar.

 

Als Lehrling eingeschrieben an der Werkkunstschule Darmstadt, nach 4 Wochen aufgehört, dem Unterricht zu folgen, weil der Direktor das Konzept der Vorlehre sabotierte.

Von da ab für mich selbst gearbeitet. 1957 nach Amsterdam, 1961 nach Berlin. 1964 wieder nach Amsterdam.


 

Die Ausstellung im Kunsthandel Annette Müller-Held, Valdorfer Straße 30, Bad Oeynhausen-Lohe

ist bis zum 15. Dezember 2018 montags bis freitags von 10 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

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